Warum Kastration bei Katze
und Kater Sinn macht

Es ist ein altes Vorurteil, dass Katzen einmal im Leben „Mutter“ werden müssen, um ein zufriedenes Leben zu führen. Das ist wissenschaftlich durch nichts belegt. Wir plädieren deshalb für eine Kastration nach der ersten Rolligkeit.

Aber warum eine Hauskatze kastrieren? Ist die Katze rollig, werden Sexualhormone (z. B. Estradiol und Progesteron) ausgeschüttet, die für den Beginn der Rolligkeit und auch für die Reifung der Follikel (Eibläschen) verantwortlich sind. Gibt es keinen Deckakt, bilden sich die Folikel zurück, und es kommt nach etwa zwei bis drei Wochen zu einer neuen Rolligkeit. Stress für Katze und Besitzer, denn die Katze schreit laut nach einem Partner.

Findet die Katze immer wieder keinen Kater, kann sie dauerrollig werden. Die Follikel können sich durch diese Anomalie nicht mehr zurückbilden und es kann zu Eierstockzysten kommen, die auch tumorös entarten können.

Auch beim Kater macht eine Kastration Sinn: Das männliche Tier kann sich bei der Paarung mit Krankheiten anstecken – und noch dazu kann er sich bei Rangkämpfen mit anderen gefährliche Verletzungen zuziehen. Unkastrierte Kater streifen mehr umher, auf der Suche nach paarungsbereiten Katzen – die Gefahr, von einem Auto erfasst zu werden, ist viel größer.

Kater, die nicht kastriert sind, neigen dazu ihr Revier mit kleinen Urinspritzern zu markieren. Der Urin riecht für uns Menschen extrem unangenehm und der Geruch ist hartnäckig. Manche Kater markieren auch in der Wohnung.

Natürlich: Auch kranke und schlecht ernährte freilebende Katzen pflanzen sich fort, was zu Nahrungsverknappung, erhöhtem Stress und zunehmender Verelendung dieser Tiere führt. Und dazu, dass immer mehr verwilderte Katzen in unserer Natur leben und leiden. Der Tierschutz leistet hier viel: Er fängt Tiere, lässt sie kastrieren. 

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