Rettung aus dem Eiskanal
Ludwig hatte großes Glück

Aus dem eisigen Mittellandkanal gerettet, mit nassem Fell und unterkühlt… so wurde Ludwig zu uns gebracht. Der junge Hund hatte unbeschreibliches Glück.

Erst ein Jahr alt ist der junge Berner Sennenhund. Nach einer Rettungsaktion der Feuerwehr und Stunden des Bangens, ist er nun wieder zu Hause bei seiner Familie.

Gestern am Vormittag passierte das Unglück: Ludwig verschwindet aus dem Blickfeld von Frauchen, reagiert nicht auf ihr Rufen. Was die Besitzerin nicht ahnt: Ihr Junghund ist wohl am matschigen Ufer des nahen Mittellandkanals abgerutscht, schwimmt hilflos zwischen Eisschollen im Wasser. Die Spulwände verhindern, dass er aus eigener Kraft zurück ans rettenden Ufer kommt.

Eine Passantin entdeckt den Hund im Wasser, alarmiert die Feuerwehr. Schließlich rückt die Wehr mit einem Schlauchboot an, kann den Hund am Halsband greifen und retten.

Klatschnass und völlig unterkühlt wird Ludwig zu uns gebracht. Seine Körpertemperatur liegt nur noch bei 32 Grad. Normal sind 38 bis 39,5 Grad für einen Hund. Trocken rubbeln, föhnen. Dann haben wir den Patienten ganz langsam mit einer Wärmelampe aufgewärmt, dafür gesorgt, dass seine Temperatur kontinuierlich ansteigt. Bangen um Ludwig. Gegen Mittag ein Lichtblick: Das Thermometer zeigt 37,8 Grad. Eine Röntgenaufnahme bringt die Gewissheit, dass kein Wasser in die Lunge eingedrungen ist. Ludwig bleibt, wird auf der Station überwacht.

Unser Patient hat unfassbares Glück. Noch am Abend kann er entlassen werden. Große Erleichterung bei uns und natürlich bei seiner Familie.

Unsere Tierärztin Laura Reimann, unsere tiermedizinische Fachangestellte Meike Kielhorn und Azubi Marvin Kochmann (v.l.n.r) haben sich um Ludwig gesorgt und gekümmert und den geretteten „Eisschwimmer“ ins Herz geschlossen.
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