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Wurmbefall beim Hund richtig eindämmen

Wurmbefall beim Hund richtig eindämmen

Die einen plädieren für eine Wurmkur, im Regelfall alle drei Monate. Andere Hundehalter lehnen das ab und entwurmen nur, wenn nach einer Kotuntersuchung ein Wurmbefall nachgewiesen werden kann. Wie auch immer man sich entscheidet: Wurmbefall ist ein ernst zu nehmendes Thema und kann unbehandelt Hunde schwer krank machen.

Die Vereinigung von VeterinärparasitologInnen (ESCCAP), der Experten aus 19 Ländern angehören, klärt über dieses Thema auf. Vorab: Die Wirkung „alternativer Mittel“ ist nicht wissenschaftlich belegt. Die Wirkung der Medikamente, die Sie bei Ihrem Tierarzt für Ihr Tier bekommen, ist geprüft und nachgewiesen. Hier werden Sie individuell beraten, welches das Mittel der Wahl für Ihr Tier ist und wie oft Sie entwurmen sollten.

Jeder Hund kann sich im Laufe seines Lebens mit einer Reihe von Wurmarten infizieren. Eine Ansteckung droht bereits beim Spaziergang, wenn der Hund am Kot anderer Tiere schnüffelt oder Beutetiere frisst. Auch das Füttern mit rohem Fleisch kann eine Ansteckungsquelle sein.

Hunde scheiden Würmer und deren Eier hauptsächlich über ihren Kot aus. Die Wurmeier können sich auch im Kot verbergen. Nicht bei jedem Kotabsatz werden Eier oder Würmer ausgeschieden. Eine einmalige Sammelkotprobe über mehrere Tage gibt relative Sicherheit, aber eben keine absolute Gewissheit.

Bleibt die Frage, warum die Empfehlung lautet, in der Regel alle drei Monate zu entwurmen. Dieser zeitliche Abstand ist so gewählt, dass eventuell vorhandene Würmer regelmäßig abgetötet werden, ohne vorher allzu viele Eier gelegt zu haben. Damit wird der Entwicklungszyklus der Parasiten unterbrochen, sodass sie weniger Schaden anrichten, und es wird auch die Anzahl von Eiern in der Umgebung stark reduziert.

Wenn man allerdings völlig ausschließen will, dass ein Hund befallen ist, muss man eine Entwurmung monatlich durchführen. Das empfiehlt sich bei sehr hohem Risiko einer Infektion mit Fuchsbandwurm (Verzehr von Mäusen in einem Gebiet mit hohem Vorkommen von Fuchsbandwurm) oder bei engem Kontakt von Hunden z. B. mit kleinen Kindern oder anderen Menschen, die ein hohes Risiko einer Infektion mit übertragbaren Hundeparasiten haben.

Für Welpen, deren Immunsystem noch nicht ganz ausgebildet ist, wird eine häufigere Entwurmung empfohlen, die im Alter von zwei Wochen beginnen sollte und im 14-Tage-Rhythmus fortgeführt werden sollte. Für die Welpen gibt es spezielle Wurmkuren, die Sie den Kleinen nach Anleitung des Tierarztes geben sollten.

Ebenfalls häufiger als alle drei Monate sollte man Jagdhunde, die im Einsatz sind, Hunde, die freien Auslauf haben, und Hunde, die viel und häufig Kontakt zu anderen Hunden haben, die nicht im selben Haushalt leben, entwurmen. Ebenso wie Hunde, die dazu neigen, Kot und Aas zu fressen. Alternativ empfiehlt die ESCCAP hier eine zusätzliche Kotuntersuchung.

Bei Hunden können verschiedene Wurmarten auftreten. Die häufigsten sind Spulwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer und Bandwürmer. Seltener können auch Lungenwürmer und Herzwürmer vorkommen, aber auch sie werden in letzter Zeit vermehrt beobachtet.

  • Diese Symptome können beim Hund auf einen starken Wurmbefall hindeuten:
  • Durchfall (manchmal mit Blut)
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Abgeschlagenheit
  • Bauchschmerzen
  • Hautprobleme (Juckreiz, Rötungen, Knötchen)
  • Atemprobleme bei Lungenwürmern
  • Sichtbare Würmer oder Wurmsegmente im Kot