Nicht anfassen, nicht mitnehmen, nicht beschnuppern lassen – das sind wichtige Verhaltensregeln, die dann gelten, wenn Sie auf der Hunderunde einen toten Vogel finden. Vor allem aber: Hund und Katze sollten das tote Tier nicht ins Maul nehmen oder gar fressen. Vogelgrippe, verursacht vom H5N1-Virus, ist unser Thema heute. Wir informieren über Ansteckungsgefahren und geben Tipps.
Die Frage, die uns immer gestellt wird: Können Hunde und Katzen sich anstecken? Das Friedrich-Löffler-Institut (LFI – Bundesinstitut für Tiergesundheit) stuft das Risiko als gering ein und sagt: „Hunde und Katzen können sich unter bestimmten Umständen mit dem Vogelgrippe-Virus (H5N1) infizieren. Die Infektion erfolgt hauptsächlich über den intensiven Kontakt mit infizierten Vögeln oder deren Ausscheidungen.“
Ein höheres Risiko besteht, wenn unsere Haustiere einer hohen Viruslast ausgesetzt sind. Das bedeutet, wenn sie infizierte Tiere fressen oder sich in einem Stall mit infiziertem Geflügel aufhalten.
Obwohl in der Vergangenheit vereinzelt Infektionen bei Katzen und Hunden mit H5N1 nachgewiesen wurden, ist das bisher die absolute Ausnahme. Katzen scheinen ein wenig empfänglicher zu sein. Eine Übertragung von Säugetier zu Säugetier ist ebenfalls selten und eine Übertragung von Haustieren auf den Menschen gilt als unwahrscheinlich.
In betroffenen Gebieten empfehlen die Behörden diese Schutzmaßnahmen:
- Kontakt vermeiden: Halten Sie Hunde und Katzen von toten oder kranken Vögeln fern.
- Anleinen: Führen Sie Hunde in Gebieten mit bestätigten Vogelgrippe-Fällen an der Leine
- Freigänger: Lassen Sie Ihre Freigänger-Katze im Haus oder unter Aufsicht in den Garten
- Hygiene: Waschen Sie sich nach dem Kontakt mit Tieren oder kontaminierten Oberflächen gründlich die Hände
Unter diesem Shortlink finden Sie eine Landkarte, die ständig aktualisiert wird und auf der die betroffenen Gebiete markiert sind: https://tinyurl.com/6z76neud
Zur Erklärung: Dort steht das Kürzel HPAI, das ist die Abkürzung für „hochpathogene Aviäre Influenza“ und meint Geflügelpest oder Vogelgrippe – beides ist identisch.
Falls Ihr Haustier Kontakt mit einem toten Vogel hatte und anschließend Symptome wie Fieber, Atemprobleme oder neurologische Störungen zeigt, kommen Sie bitte schnell zu uns.
Wenn Sie einen toten Vogel entdecken, melden Sie den Fundort bitte dem zuständigen Veterinäramt. Fassen Sie das Tier nicht an. Für unseren Bereich zuständig ist das Veterinäramt des Kreises Minden-Lübbecke, Telefon-Nummer: 0571 807-0.