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Junge Igel: Wann Sie unsere Hilfe brauchen

Junge Igel: Wann Sie unsere Hilfe brauchen

Ab Mitte November, spätestens aber bei anhaltendem, nächtlichem Bodenfrost, suchen Igel ihr Winterquartier auf. Mancher verspätete junge Igel ist aber bei milder Witterung noch bis weit in den November hinein auch tagsüber auf Nahrungssuche, da er noch weitere Fettreserven benötigt.

Gut die Hälfte der Igel wird erst im August geboren, ein Viertel erst im September. Nach nur sechs Wochen müssen die Jungtiere schon alleine klarkommen. Beeindruckend ist die Gewichtszunahme der Igel in diesem Zeitraum: Ihre knapp 20 Gramm Geburtsgewicht verzehnfachen sie locker in den sechs Wochen Familienzeit. Danach geht es mit 50 Gramm pro Woche weiter, wenn sie genug Nahrung finden. Ab Mitte Oktober wird das schwierig.

Hochwertiges Katzenfutter, schlabbriges Rührei (ohne Salz und Milch) und Wasser (keine Milch!) damit kann man Igeln helfen. Keine Speisereste oder gar Obst und Gemüse verfüttern!

Ist man unsicher, kann das Igelkind gewogen werden (Handschuh an, Tierchen in ein Handtuch wickeln). Wiegt das Igelkind im November weniger als 500 Gramm, braucht es die fachkundige Hilfe einer Igelaufzuchtstation.

Bis zur Abgabe an eine kompetente Igelhilfe muss das Igelkind warm gehalten werden (Wärmeflasche – nicht zu heiß!) und mithilfe einer Pipette (ohne Nadel!) einige Tropfen lauwarmer Wasser-Fencheltee Mischung eingeflößt bekommen. Auf keinen Fall sollte im unterkühlten Zustand sofort Futter verabreicht werden.

Hilfe bekommt man beim Igel-Notnetz unter der Telefonnummer: 0800 723 57 50